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SSH: Verwechslungen verhindern
Wer mit SSH gleichzeitig mehrere Maschinen administriert, kennt es vielleicht: Man muss einen Server neustarten, und d'oh! hat man in der falschen SSH-Session einen reboot abgesetzt. Wenn diese SSH-Session dann zu einem Fileserver gehört, auf dem User gerade wichtige Dateien offen haben und der beim Wiederhochfahren auch noch laaaange fsck macht, hat dann Pech gehabt und sich den Zorn diverser Anwender zugezogen.
Zwar sollte man eigentlich in der Konsole bemerken, welcher Hostname vor dem Prompt steht, aber manchmal geht so etwas im Eifer des Gefechtes, sei es wegen akutem Koffeinmangels oder weil man den Server nur noch schnell rebooten will, bevor man Kaffee holt, dann halt doch schief. Dem Autor dieser Zeilen ist ein solcher worst case übrigens nie passiert, er kennt ihn aber aus Erzählungen einiger Freunde von anderen Freunden...
molly-guard (Link: debian package) kann solche Mißgeschicke zwar nicht verhindern, aber das Risiko eines versehentliche Reboots oder Shutdowns durch Einziehen einer zusätzlcihen Ebene minimieren. Nach der Installation wird vor der Ausführung einer reboot- oder shutdown-Anweisung der jeweilige Hostname interaktiv abgefragt. Erst wenn der Hostname richtig eingegeben wird, wird die reboot- oder shutdown-Anweisung ausgeführt. Sehr nett!
www:~# reboot
W: molly-guard: SSH session detected!
Please type in hostname of the machine to reboot: testserver
Good thing I asked; I won't reboot www ...
W: aborting reboot due to 30-query-hostname exiting with code 1.
www:~#
Der Name molly-guard leitet sich von den Plexiglas-Abdeckungen des Power-Schalters der IBM 4300er-Serie ab. Seinerzeit improvisiert, nachdem die Tochter eines IBM-Programmierers namens Molly mehrmals eine Maschine ihres Vaters abschaltete, wurde der Name molly-guard später generell für Sicherheitsabdeckungen über Schaltern verwendet.
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...heute hats mich gerettet!
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